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Wanderer
Das deutsche Unternehmen Wanderer produzierte Fahrräder, Motorräder, Autos, Anhänger und andere Ausrüstung. Johann Baptist Winklhofer und Richard Adolf Jaenicke gründeten Winklhofer & Jaenicke im Jahr 1896. Ab 1911 firmierte das Unternehmen unter dem Markennamen Wanderer und produzierte bis 1945 Automobile für zivile und militärische Zwecke. Heute gehört das Unternehmen zur Zweirad Einkaufs Genossenschaft (ZEG).

1913 ging der Kleinwagen „Puppchen“ in Serienproduktion und erfreute sich schnell großer Beliebtheit. Bis zur Einführung des Wanderer Typ W 10 mit 1,5-Liter-Motor und 30 PS im Jahr 1926 gab es keinen Nachfolger mit höherer Leistung. Dieses Fahrzeug nutzte alle neuesten Errungenschaften der Automobiltechnik, darunter ein Vierradbremssystem, einen einteiligen Motorblock mit integriertem Getriebe, eine Mehrscheiben-Trockenkupplung, Linkslenkung und einen zentralen Schalthebel. Der Puppchen wurde vom Markt begeistert aufgenommen.
Um die enorme Nachfrage zu decken, wurde im Chemnitzer Vorort Siegmar ein neues Werk errichtet.
Das bestehende Werk produzierte weiterhin Teile, die dann per Bahn zum zweiten Werk transportiert wurden. Ende der 1920er-Jahre wurden einzelne Komponenten und Baugruppen direkt von den Waggons in die Montagelinie entladen: Just-in-Time-Produktion!
Im Pufferlager von Siegmar passten nur die Teile für 25 Fahrzeuge – die maximale Anzahl, die an einem Tag gefertigt werden konnte.
Der Ruf der Marke Wanderer basierte auf ihren äußerst zuverlässigen Fahrzeugen und der außergewöhnlichen Fertigungsqualität. Diese Perfektion hatte jedoch ihren Preis, und Wanderer bemühte sich, das drohende Problem abzuwenden, indem das Unternehmen Ende der 1920er-Jahre modernere Karosserieformen und leistungsstärkere Motoren einführte. Trotz dieser Fortschritte sanken die Produktionszahlen. Wanderers Fahrzeugproduktion geriet in die roten Zahlen.
Die tschechischen Unternehmen Janecek und NSU hatten zuvor die gesamte Motorradsparte übernommen. Daraufhin kündigte die Dresdner Bank, Wanderers größter Aktionär, an, die Automobilsparte des Unternehmens zu verkaufen und sich auf das lukrative Geschäft mit Werkzeugmaschinen und Büroausstattung zu konzentrieren.































































































































































































































































































































































































