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Bugatti

Der deutsche und später französische Automobilhersteller Ettore Bugatti spezialisierte sich auf die Produktion von Hochleistungsfahrzeugen. Das Unternehmen wurde 1909 von dem in Italien geborenen Industriedesigner Ettore Bugatti in Molsheim im Elsass gegründet, das damals zu Deutschland gehörte. Die Fahrzeuge waren bekannt für ihre zahlreichen Rennerfolge und ihr atemberaubendes Design.

Bugatti

Ettore Bugatti war der Sohn von Carlo Bugatti, einem italienischen Maler, Goldschmied, Bildhauer und Schreiner, der 1881 in Mailand geboren wurde. Mit neunzehn Jahren hatte Ettore Bugatti gerade sein erstes richtiges Automobil fertiggestellt. Und es war ihm gelungen. Sein Wagen hatte ein fast futuristisches Aussehen. Er verfügte über ein Vierganggetriebe, einen Vierzylinder-OHV-Motor und diverse technische Innovationen, die nur von einem erfahrenen Handwerker realisiert werden konnten.

Mit der Unterstützung des Finanziers de Vizcaya erwarb Ettore Bugatti 1909 ein großes Grundstück in Molsheim im Elsass. Kurz nach dem Erwerb seiner neuen Fabrik beschloss er, noch einen Schritt weiterzugehen und einen kompakten, leichten Rennwagen für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans zu bauen.

Obwohl der Bugatti im Vergleich zu den riesigen Automobilen seiner Konkurrenten, darunter Fiat, De Dietrich und andere, ein vierrädriger Zwerg war, belegte das kleine, aber schnelle und leistungsstarke Fahrzeug den zweiten Platz. Dies bewies, dass Ettore Bugatti ein geschickterer Automobilkonstrukteur war als viele der erfahreneren Ingenieure seiner Zeit. 1911 war ein bemerkenswertes Jahr.

Drei Jahre später, mit Ausbruch des Krieges, musste Ettore Bugatti, wie die meisten Fahrzeughersteller, seinen Fokus auf die lebenswichtigen Flugzeugmotoren verlagern. Nach Kriegsende kehrte er in seinen Beruf zurück und stieg schnell zum „Baron“ auf. Sein opulenter Lebensstil brachte ihm den Spitznamen „Le Patron“ ein.

1922 präsentierte Bugatti den Typ 29/30, ein bahnbrechendes, zigarrenförmiges Automobil mit hydraulischen Bremsen und dem ersten Achtzylindermotor des Unternehmens.

Der „Cigar“ gab sein Renndebüt beim AFC Grand Prix 1922 und belegte den zweiten Platz. Der Bugatti Type 32 wurde ein Jahr später vorgestellt. Mit seiner flügelartigen Form, dem kurzen Radstand und den verkleideten Rädern sorgte er für Furore. Der Type 32, oft auch „der Panzer“ genannt, besaß einen überarbeiteten Achtzylindermotor des Vorgängermodells.

Beim Großen Preis von Frankreich 1924 in Lyon setzte Bugatti den Type 35 ein. Dieser behielt seinen Achtzylindermotor und stieg in den folgenden zehn Jahren kontinuierlich an die Spitze auf, obwohl sich das Design des Wagens dem damals üblichen Stil offener Rennwagen anpasste.

Dank des legendären Bugatti Veyron ist Bugatti den meisten Menschen als Fahrzeughersteller bekannt. Er revolutionierte den Automobilmarkt mit einem 16-Zylinder-Vierzylinder-Turbomotor.

Offizielle Website von Bugatti:
https://www.bugatti.com

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